Hier könnt Ihr die Geschichten von Luna und 2 Leidensgefährten lesen,die alle ein Schicksal vereint.
Luna- ein starkes Beaglemädchen
Als wir im Juni letzten Jahres unsere kleine Luna zu uns holten ahnte noch niemand, dass sie einmal einen Leidensweg durchleben muss, wir hoffen ein Weg mit Happy-End.

Alles begann am 28. November 2008, mit einem Ausflug, der wie sich später herausstellte, für Luna sehr stressig war. Am darauffolgenden Tag wollte unser kleiner Wirbelwind nicht aufstehen, schaute uns vom Sessel aus zu. Wir nahmen an, dass sie sich überanstrengt hatte und den Tag in Ruhe verbringen möchte.
Als es am nächsten Tag keine Verbesserung ihres Zustandes gab, sondern ganz im Gegenteil eine aufgebuckelte Körperhaltung, woraus wir sofort schließen konnten, dass sie starke Schmerzen hat, fuhren wir zu unserer Tierärztin.
Luna hatte zu dieser Zeit
bereits eine Körpertemperatur von 40,6 °C. Sie bekam sofort ein Serum gespritzt
und ein fiebersenkendes Medikament. Unsere Tierärztin ging zunächst von einer Borrelioseerkrankung
aus, da sie eine kleine warzengroße Wunde am Hals hatte, die sich später als
harmlos herausstellen sollte. Zur Sicherheit wurde ein Blutbild angefordert, wo
auf Leptospirose und Borreliose geprüft wurde. Luna bekam noch an 3 weiteren
Tagen das Serum und das fiebersenkende Medikament gespritzt, leider nahm sie
nichts mehr zu sich, kein Futter und auch kein Wasser mehr, da das Fieber nicht
sank. Deshalb bekam sie Infusionen um den Flüssigkeitshaushalt zu
stabilisieren. Da sich bis zum 3.
Dezember 2008 immer noch keine Besserung einstellte, obwohl wir täglich zweimal
bei unserer Tierärztin vorstellig wurden um kein Risiko einzugehen, entschied
sie sich, uns in eine Tierklinik zu überweisen.

In der Klinik wurde sie nochmals gründlich untersucht, Luna hatte sehr starke Schmerzen im Halswirbelbereich, sie konnte ihren Kopf nicht mehr zu den Seiten und nach unten bewegen. Sie wurde geröntgt um eventuelle Fremdkörper im Hals festzustellen. Ihr Kot wurde untersucht und ihre Reflexe an den Pfoten durch neurologische Test geprüft. Der dortige Arzt versicherte uns, dass keine Wirbelveränderungen auf dem Röntgenbild erkennbar sind, keine Fremdkörper und der Kot auch in Ordnung war, Luna war vorschriftsmäßig geimpft, keinerlei Verdachtsprognosen. Nur eine leichte Rötung des Rachenraums, was ein kleiner Infekt sein könnte. Es wurde entschieden, das wir uns von unserem Schlappohr verabschieden und sie dort zur Überwachung bleibt.
Am nächsten Morgen die Hiobsbotschaft, unserem Beagle`chen ging es sehr schlecht, sie hatte eine komplette rechtsseitige Lähmung. Die Ärzte entschieden sich für eine Liquorentnahme, leider konnte diese Probe nicht verwendet werden, das sie trübe war. Diese Entnahme durfte erst nach einer gewissen Zeit wiederholt werden. Luna bekam ein Kortison gespritzt, daraufhin ging es ihr etwas besser, am Tag darauf erfuhren wir, dass die rechte Hinterpfote bewegungslos und die rechte Vorderpfote aber wieder zögerlich benutzt wird. Einen weiteren Tag später, am Nikolaustag, begann Luna wieder selbstständig zu fressen, auch Kot und Urin wurde wieder abgesetzt. Leichtes Aufatmen in der Familie und in der Klinik. Die Ärzte entschieden ein MRT durchzuführen. Dazu wurde ihr Chip entfernt, da es sonst zu Verbrennungen führen kann. Bange Stunden des Wartens für uns, gegen 22 Uhr ein Anruf vom Tierarzt, Lunas Körper ist ohne Auffälligkeiten, sie wurde von Kopf bis Fuß untersucht. Ratlosigkeit machte sich breit. Eine weitere Blutuntersuchung u. a. auf Staupe wurde durchgeführt. Die Ärzte gaben uns Luna nach Hause, sie bekam täglich 3 Tabletten Clinda Saar, ein Antibiotikum und Kortison musste abgesetzt werden, da eine erneute Liquoruntersuchung geplant war. Durch das Antibiotikum wurde der Magen- Darm-Trakt sehr in Mitleidenschaft gezogen, durch ein gezieltes Nahrungsergänzungsmittel haben wir versucht die Darmflora wieder herzustellen. Die Liquoruntersuchung wurde am 15. Dezember 2008 durchgeführt, wir brachten unsere Fellnase dazu in die Klinik und nahmen sie anschließend wieder mit nach Hause. Am nächsten Morgen leider ein herber Rückschlag, Luna zitterte sehr stark und hatte wieder 40,7 °C Fieber, wir fuhren sofort in die Tierklinik. Am nächsten Tag keine Verbesserung und auch keine eindeutige Diagnose. Wir entschieden uns unsere Luna nach Hause zu holen und sie daheim zu pflegen und alles Weitere mit unserer Tierärztin vor Ort zu beraten. Luna sollte kein Mertürium, durch wiederholte Narkosen, Blutentnahmen, Liquorentnahmen und anderen schmerzhaften Untersuchungen mehr durchleiden müssen.
Mit den schrecklichen Gedanken unserem Beaglemädchen nicht mehr helfen zu können, fuhren wir am 17. 12. 2009 nachmittags in die Klinik. Der Tierarzt öffnete uns die Tür und unsere Luna kam plötzlich wieder, allerdings mit starken Einschränkungen, auf uns zu gelaufen. Wir waren überglücklich, sie war so stark!!! Lunas Erscheinungsbild war, trotz der Freude sie etwas laufen zu sehen, erschreckend. Sie hatte sehr stark an Gewicht verloren, die Muskeln waren völlig abgebaut. Der Arzt berichtete uns, das sie kurzerhand ein anderes, als zu beginn gewähltes, Kortison gegeben haben, Prednisolon! Mit 10mg täglich konnte man spüren, wie der Gesundheitszustand sich ständig verbesserte.
Die Diagnose am Entlassungstag „steroid-responsive Meningitis“, eine Hirnhautentzündung, die steril abläuft, d. h. ohne Einwirkung von äußeren Bakterien oder Viren, im Körper selbst zerstören sich Zellen.
Warum haben wir das nun aufgeschrieben?
Wir möchten damit etwas Aufklärungsarbeit leisten, da wir in der Zeit sehr viel im Internet gelesen haben und immer wieder feststellen mussten, dass es viele Menschen gibt, die einen langen beschwerlichen Weg mit ihren Vierbeinern gehen mussten, bis die Diagnose feststand.
Bitte fühlen sie sich nicht allein, suchen sie, wenn möglich immer Kontakt zu Betroffenen, das hat uns sehr geholfen. Sehr viel seelischen Beistand bekamen wir auch im Forum (http://www.dasbeagleforum.de/) die Hilfe dort war unbeschreiblich groß und durch eine liebe Freundin. Danke auch an Sandra!
Zum Krankheitsbild:
Unsere Tierärzte berichteten uns, dass diese Erkrankung noch nicht weitgehend erforscht sei, sie ist unter vielen Namen bekannt, wie SRMA, Immunschwächeerkrankung und Beaglepain. Es betrifft oftmals die Hunde Boxer, Bernersennen und Beagles, aber bei meiner Recherche fand ich auch Berichte anderer, wie z. B. Labrador.
Wie uns bekannt wurde, kann diese Krankheit eine Erbkrankheit, die jede 2. Generation betreffen kann, sein. Die dann durch einen Infekt, eine Erkrankung, eine Impfung oder starker Stress hervorgerufen wird.
Andere Betroffene berichten hier auch über andere Ursachen.
Ein Leben mit der Diagnose – Berichten zufolge gehen wir davon aus, das mit 2 Jahren alles überstanden sein kann, es kann aber Rückschläge geben, wo leider eine Kortisonbehandlung von vorn begonnen werden muss.
Leider gibt es auch Hunde die ihr Leben lang Kortison einnehmen müssen. Die Einnahme von Kortison ist zwar sehr wichtig, aber leider mit vielen Risiken verbunden. Folgekrankheiten bei zu langer oder falsch dosierter Einnahme, wie das Cushing Syndrom oder Diabetes können sich entwickeln. Während der Einnahme entwickeln die Hunde starken Durst, dadurch müssen sie vermehrt urinieren und das Hungergefühl ist enorm groß. Selbst bei strikter Einhaltung des Ernährungsplanes können die Tiere zunehmen.
Kortison muss allmählich ausgeschlichen werden, bei niedriger Dosierung dann auch nur aller 2 Tage geben, damit die körpereigene Produktion des Stoffes aufrecht erhalten bleibt.
Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es am Wichtigsten ist, so schnell wie möglich zu reagieren, da nicht jeder Verlauf von den uns bekannten Krankheitsverläufen gleich ist. Bei Luna kam es zu dieser schwerwiegenden Lähmung, wodurch sie heute noch leicht beeinträchtigt ist und Physiotherapie bekommen muss.
Wurmkuren, Impfungen, Floh- und Zeckenmittel können wir nicht mehr ohne tierärztlichen Rat verabreichen, da in allem ein Risiko eines Rückfalls verborgen sein kann.
Durch den Kontakt von betroffenen Familien haben wir feststellen können, das auch das Wissen unter den Ärzten unterschiedlicher nicht sein kann. Der Beagle ist hier bei uns noch nicht so stark vertreten, wie z. B. in den alten Bundesländern. Tierneurologen scheinen noch selten zu sein.
Das soll keine Kritik an unsere Ärzte sein, denn trotz alledem danken wir unseren Tierärzten für ihre Unterstützung und Behandlung, ohne sie würde unsere Luna nicht mehr unter uns weilen.
geschrieben
von Ramona Krone (Hochkirch)
Edi - ein positives Therapiebeispiel Edi war ein aufgeweckter ruheloser junger Hund, der ständig
beschäftigt werden wollte.

Ende November 2007 (Edi war gerade 8 Monate) bekam er
abends Schüttelfrost. Er zitterte am ganzen Körper und hatte über 40 ° Fieber
und war abgeschlagen und später auch empfindlich für Berührungen. Wir fuhren
zum Tierarzt und das Edi Schluckbeschwerden hatte, nahmen wir an es sei eine
Grippe. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auch immer in der Welpenstunde, so dass
auch dort eine Ansteckung erfolgt sein könnte. Die Mandeln waren geschwollen
und er hatte eine Bindehautentzündung. Er bekam Antibiotika und Fiebermittel
gespritzt und war nach einer Woche wieder fit. Vier Wochen später zu Silvester das selbe Spiel. Wir waren
beim Bereitschaftsarzt, weil unsere Tierärztin nicht da war und meinte schon,
wenn das wieder vorkommt, müssten wir eine Blutuntersuchung machen. Edi bekam
wieder Antibiotika und Fiebermittel. Nach einer Woche war er wieder völlig der
Alte. Unsere Tierärztin ging vom Beagle-Pain-Syndrom aus. Meine
Tierärztin hat selbst einen Beagle und hatte bereits in ihrer Praxis
Beagle-Pain behandelt. Eine endgültige Bestätigung der Krankheit hätte eine
Hirnwasseruntersuchung gebracht. Wir waren uns aber einig, erst mal die
Cortison-Therapie zu versuchen und Edi ggf. in die Tierklinik zu bringen. Das Beagle-Pain erklärte auch das hohe Fieber und die
ständigen Rückfälle. Er bekam erst mal ein Fiebermittel und Antibiotika zur
Stärkung, dann sollte ein paar Tage später, wenn sich sein Allgemeinzustand
verbessert hätte die Cortisontherapie beginnen. Nachdem Edi das Fiebermittel und das Antibiotika bekommen
hatte, ging es ihm ein wenig besser. Er hatte auch ein wenig gefressen. Am
nächsten Morgen ging es ihm wieder schlecht und ich hatte keine Chance
irgendetwas Fressbares oder die mitgegebenen Tabletten zur Fiebersenkung in den
Hund zu bekommen. Ich wusste, dass das mit dem Fieber 2 - 3 Tage dauern kann.
Zu dieser Zeit war er nur ein Häufchen Unglück. Edi hat Probleme beim Kot
absetzen. Der Stuhl war blutig und so sind wir wieder zur Tierärztin.
Im Februar 2008 Edi hatte wieder Schüttelfrost, er war schlapp, hat nicht
gefressen, konnte sich kaum auf den Beinen halten. Ich fuhr zur Tierärztin, er
hatte wieder 40,5 Fieber. Er ließ sich den Kopf nicht bewegen, wollte sogar
beißen und hat gejault. Seine ganze Körperhaltung war steif, er konnte sich
nicht schütteln und nicht kratzen und auch nicht fressen.

Edi hatte wieder hohes Fieber. Das Blut im Stuhl kam
wahrscheinlich vom Fiebermittel. Wir haben uns dann geeinigt, dass wir sofort
mit dem Cortison (Prednisolon Dosis 30mg) anfangen und versuchen das Fieber
(40,1°) mit Hausmitteln (Wadenwickeln) zu senken. Wichtig war vor allem das
Prednisolon in den Edi reinzubekommen. Ich habe es dann aufgelöst und mit
Spritze verabreicht. Ich habe dann 3 Stunden Wadenwickel gemacht. Aller 10
Minuten wurden die Umschläge an allen 4 Pfoten gewechselt und gegen 14.00 Uhr
war das Fieber auf 39,6° gesunken. Gleichzeitig habe ich aller halben Stunde
Wasser mit und ohne Traubenzucker mit Spritze eingeflößt und ab 16.00 Uhr ging
es dann bergauf. Er wollte dann auch
etwas fressen, Wadenwickel ließ er sich dann auch nicht mehr gefallen, was
stark auf Fiebersenkung deutete. Der Darm war dann wieder ok. Die Blutung kam definitiv vom
Fiebermittel. Die Blutwerte von Edi waren nicht gut. Der Leukozyten-Wert
war noch erhöht und das konnte mit dem BPS zusammenhängen. Es gab aber noch ein
paar nichtdefinierbare Blutzellen. Beim 2. Bluttest war aber alles in Ordnung. Bei Edi wirkte dann das Cortison in vollen Zügen... Er
hatte bisher immer mal ein Leckerli versteckt, wenn er es nicht gleich fressen
wollte. Mittlerweile hatte er offensichtlich einen beachtlichen Vorrat angelegt
- mein Hamsterchen. Diese Vorräte wurden jetzt systematisch freigelegt. Ich
wusste manchmal gar nicht, wo er das Schweineohr oder den Keks her hat. Da er
aber bei mir in der kompletten Wohnung rumstromern darf hat er noch paar
Verstecke für die "schlechten Zeiten" gefunden. Auch im Garten wurden
jetzt wieder Dinge ausgegraben... Die Fressattacken waren echt schlimm. Edi versuchte ständig
an Futter ranzukommen. Edi ist eher ein
schmaler Beagle. Ich habe zwar sehr darauf geachtet, dass er möglichst nur die
zugeteilte Futtermenge bekommt, aber das eine oder andere Brötchen verschwand
schon mal blitzschnell im Beagleschlund. Edi ist eher ein schmaler Beagle. Bei
40 cm Schulterhöhe hatte er 12,5 kg, heute wiegt er 14 kg. An diese veränderte Verhaltensweise musste ich mich erst
noch gewöhnen. Edi bekam 1 Woche Prednisolon 30 mg, dann 2 Wochen 20 mg
und danach 10 mg. Es wurde nach um nach reduziert im 2-Wochentakt. Mit jeder
Redzierung kommt die Angst, es könnte nicht klappen. Zum Schluss waren wir auf
¼ Tablette (also 5 mg) aller 2 Tage.
Ende Mai 2008 haben wir das Prednisolon abgesetzt. Seitdem ist er beschwerdefrei. Übrigens nach der Therapie hatte ich einen 150%ig frechen
Beagle wieder. Man hatte das Gefühl, er hat was nachzuholen. Edi wird am 17.03.2009 zwei Jahre und ich hoffe, er hat die
Krankheit überstanden. Eine kleine Angst bleibt aber immer. geschrieben von Helke Stecher
Allerdings konnte er den Kopf nicht wirklich nach hinten strecken und auch
nicht nach unten beugen. Selbständiges Fressen aus dem Napf ging noch nicht,
sondern nur aus der Hand oder aus einen flachen Schale in Kopfhöhe.
Edi ist durch die Medikamente ruhiger geworden (vor allem in der
Hochdosierung).
Unsere Shanti, klein und stark
Ich vergesse nie wie ich am 2. Dez. 05 unsere kleine Shanti zu uns geholt habe. Sie war so klein und zierlich und dennoch wie sich heraus stellte eine starke kleine Persönlichkeit.

Shantis Leiden fing am Samstag vor Ostern 2006 an. Sie lag nur in Ihrem Körbchen nicht einmal das Zubereiten ihres Essens lockte sie dort heraus.
Als wir sie nach einiger Zeit streichelten und versuchten zum essen zu locken, jaulte sie förmlich bei jeder Berührung laut auf.
Da sich nichts in den darauf folgenden Stunden änderte sind wir zum späten Nachmittag zu einer Nottierärztin. Die dortige Diagnose hieß Nacken verspannt! Shanti bekam eine Spritze gegen das dort festgestellte Hohe Fieber (über 40) und ein Schmerzmittel in flüssiger Form welches sie alle 4-5 Stunden weiter bekommen sollte.
Das taten wir auch und zum Sonntag waren ihre Schmerzen nicht mehr ganz so stark.
Allerdings stellten wir fest, dass ihre Beweglichkeit eingeschränkt war. Sie konnte ihren Kopf nicht zu den Seiten drehen und nach unten Bewegen auch konnte sie keine Stufen gehen.
Dienstag nach Ostern sind wir sofort zu unserem Tierarzt da ihre Symptome wieder stärker wurden. Nun schaute Shanti auch wie hypnotisiert an die Wand stellte sich an die Wände immer ganz dicht als würde sie die Orientierung verlieren. Sie machte einen Buckel und jede Bewegung schien ihr schmerzen zu bereiten.
Unser Tierarzt vermutete einen Fremdkörper oder gar eine Vergiftung.
Shanti wurde geröntgt aber nichts zu sehen. Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten bekam sie noch eine Spritze gegen das Fieber welches wieder bei 40 Grad lag.
Zuhause angekommen wirkte sie entspannt, lag aber sicher an der Spritze gegen Schmerzen die sie zuvor auch noch bekam.
Zum Mittag und Nachmittag wurden die Schmerzen wieder so stark und wir gaben ihr das Schmerzmittel welches wir von der Nottierärztin bekamen.
Das half nicht mehr richtig und zum späten Abend wurde alles noch viel schlimmer.
Shanti war ganz in sich selbst gekehrt, lag zusammen gekauert auf dem Bett und aus Nase und Mund lief Wasser. Bei jeder Berührung schrie sie auf es war furchtbar.
Da handelten wir ganz intuitiv! Es war elf Uhr abends ich nahm Shanti auf den Arm und wir mit dem Auto zu unserem Tierarzt . Gut das er seine Klinik in eigenen Haus hat und uns sofort herein lies.
Er wusste selbst nicht mehr weiter und rief sofort in einer Tierklinik an.
Von dort bekam er mitgeteilt wir sollten uns sofort auf den Weg machen. Das taten wir dann auch und fuhren los. Dort angekommen wurden wir gleich empfangen und in den Untersuchungs- Raum geführt. Die Ärztin sagte nachdem wir Shantis Krankheitsverlauf erläuterten sofort zu uns, es sieht aus als hätte sie das sogenannte Beagle Pain Syndrom. (Steril Eitrige Meningitis)
Shanti blieb in der Klinik bekam sofort einen Morfium Tropf damit sie die Nacht durch schlafen konnte ganz ohne Schmerzen.
Am nächsten Tag wurde ihr in Narkose Liquor entnommen. Auch wurde ihr Blut abgenommen und alles sofort in die Labore zur Untersuchung gesandt. Da aber bereits der Verdacht auf Meningitis bestand begann man sofort mit der Behandlung.
Shanti bekam Kortison genau gesagt Prednisolon sehr hoch dosiert mit 10 mg angefangen.
Einen Tag später kam die Bestätigung das Liquor war voll von entzündeten Zellen und Blut.
Nun begann eine bange Woche des Hoffen und Beten für uns alle. Täglich riefen wir in der Klinik an um zu erfahren wie die Cortison Therapie anschlug. Die ersten zwei Tage war noch nicht viel Besserung eingetreten aber dann wurde es stetig besser. Shanti war allerdings sehr zitterig auf den Beinen welches auf das Cortison zu schieben war aber sie konnte schon wieder ihr Geschäft erledigen und machte sich wieder über ihr essen her.
Den darauf folgenden Samstag konnten wir unsere Shanti abholen, was für ein wunderschöner Tag.
Die Cortison Therapie ging weiter, allerdings sollten wir in regelmäßigen Abständen die Menge verringern sodass ihr Körper nicht verlernt eigenes Cortison zu produzieren.
Ein Jahr lang sollte die Therapie -aufrecht erhalten werden, dass Cortison soll schleichend abgesetzt werden.
Die Gefahr eines Rückfalles wäre laut unsere Tierklinik sonst eher gegeben.
Ab dem zweiten Lebensjahr wäre die Gefahr eines Rückfalles sehr gering müsste dann aber mit einer neuen Cortison Therapie behandelt werden.
Unser Shanti ist nun fast 3,5 Jahre alt, kein Rückfall aber einiges auf den Hüften.
Wie beim Menschen führt Cortison auch bei Tieren zur Gewichtszunahme, aber alles zum trotz unsere Shanti hat keine Folgeschäden und ist jetzt ein glückliches gesundes Beagle Mädchen und wir freuen uns auf viele weitere glückliche Jahre mit ihr.

Ich hoffe mit meinem Bericht helfen zu können, leider kennen diese Krankheit noch wenige Ärzte obwohl die Tendenz der Erkrankungen steigend ist. geschrieben von Jeannine Lamp & Shanti aus Hamburg
Je mehr über diese Krankheit berichtet wird umso schneller kann reagiert, geholfen und behandelt werden.